Wir fuhren ziemlich lange mit dem Zug (nach Gällivare). Dabei sahen wir immer wieder Elche, einmal sogar einen mit grossem Geweih und eine Elchmutter mit zwei Jungen. Während der Zugfahrt durfte ich vorne beim Zugführer sitzen und das Horn betätigen. Da die meisten Bahnübergänge nicht mit Schranken ausgestattet waren, musste vor jedem Übergang das Horn betätigt werden. Das Horn brauchte der Zugführer auch, wenn Renntiere auf den Gleisen waren, was auch ein- oder zweimal vorkam. Unterwegs machte der Zug einen Halt bei einem Zugmuseum. Wir erhielten Informationen über den Bau der Inlandsbanan. Viel spannender war jedoch, dass wir ein Gleisstück heben konnten – zumindest durften wir es versuchen. Ich hatte keine Chance, denn die gut fünf Meter lange Schiene war viel zu schwer (Papi hat es geschafft … ob es seinem Rücken jetzt noch gut geht, verrät er uns aber nicht).
Am späten Abend kamen wir dann im Hotel an. Aber es war immer noch hell. Kein Wunder, denn wir hatten den Polarkreis überschritten. Das Hotelzimmer war richtig cool. Im Zimmer gab es zwei riesige Fernseher. Und Sessel, bei denen man per Knopfdruck die Sitzposition ändern konnte – richtig zum Relaxen. Der Fernseher im Schlafzimmer war an einer Stange angebracht, sodass man ihn in alle Richtungen schwenken konnte. Nach dem langen Tag legten wir uns dann in das doppelte Doppelbett und schauten noch ein wenig das Frauen-EM-Viertelfinale zwischen Frankreich und Deutschland. Ich freue mich, morgen früh den Dachpool auszuprobieren.



👍