Heute fuhren wir mit dem #Inlandsbanan (deutsch: Binnenlandbahn) von Östersund nach Storuman weiter. Kaum waren wir losgefahren, trabte auch schon eine Elchdame über die Gleise. Leider ging das so schnell, dass nur die Hälfte der Familie das Spektakel mitbekam. Auch die Kamera konnte den Augenblick nicht einfangen, dann war sie im Gebüsch und Wald verschwunden.
Beim Mittagshalt plauderten wir mit einer Familie aus Schweden, die in Östersund einen Kurzurlaub machte und nun wieder in ihre Heimat im Lappland zurückkehrte. So erhielten wir einige spannende Informationen. Im Winter ist es fast die ganze Zeit über dunkel (logisch, denn jetzt im Sommer ist es die ganze Zeit hell). Die vier unterschiedlichen Jahreszeiten sind für die Menschen im Norden Schwedens besonders wichtig. Im Winter ist es einfach dunkel, man zieht sich zurück und hat Zeit für sich und die Familie. Im Frühling kommt dann die ganze Kommune wieder raus und unternimmt viel miteinander, vor allem Eisfischen und Schneemobil fahren. Im Sommer ist Zeit für die Familie und Unternehmungen. So haben die Kinder beispielsweise neun Wochen Schulferien. Der Herbst ist zum Jagen und Fischen da. Wir erfuhren ausserdem, dass die Temperaturen in diesem Sommer ausserordentlich warm sind. Ein solcher Sommer kommt nur etwa alle sieben Jahre vor. Warum es in diesem Jahr fast keine Mücken gab, wusste der Vater allerdings auch nicht genau. Er nimmt an, dass es mit dem trockenen Wetter zusammenhänge. Die Mücken seien dieses Jahr einfach verbannt. Das sei auch gut so, denn die Viecher können ohne Schutz ganz schön lästig werden.
Gerade wegen dieses ausserordentlich warmen Sommers genossen wir, als wir in Storuman ankamen, wieder einen Schwumm im See.
Und jetzt … Daumendrücken und Hopp Schwiiz!
